





Als Wirtschaftspsychologin mit über 15 Jahren Erfahrung im Headhunting kenne ich die saisonalen Muster im Einstellungsgeschehen aus erster Hand. In diesem Artikel teile ich diese Erfahrung und zeige, warum sich der Herbst besonders für den nächsten beruflichen Schritt lohnt.
Was 15 Jahre Headhunting-Erfahrung zeigen
In meiner gesamten Headhunting-Laufbahn war Oktober bis März durchgehend das stärkste Halbjahr, und innerhalb dieses Zeitraums waren Oktober bis Dezember nochmal die stärksten Monate. In dieser Zeit haben Unternehmen in meiner Erfahrung besonders viele Stellen ausgeschrieben und auch tatsächlich besetzt, unabhängig davon, ob der Auswahlprozess selbst dann noch bis in den Januar hineinlief. Diese Beobachtung stützt sich auf meine eigene langjährige Praxis, nicht auf eine externe Arbeitsmarktstudie, und wie stark sich dieses Muster in einem einzelnen Jahr zeigt, hängt natürlich auch von der jeweiligen konjunkturellen Lage ab.
Warum viele trotzdem bis Januar warten
Viele Menschen beginnen ihre Jobsuche trotzdem erst im neuen Jahr, oft als eine Art Neujahrsvorsatz. Nachvollziehbar, aber aus meiner Erfahrung ungünstig getimt: Genau dadurch verpassen sie das Fenster, in dem Unternehmen ohnehin schon aktiv suchen und einstellen.
Was das für den eigenen Zeitpunkt bedeutet
Wer im Herbst aktiv wird, statt bis Januar zu warten, bewirbt sich in genau der Zeit, in der auf Unternehmensseite ohnehin mehr Bewegung herrscht. Das ist keine Garantie für einen schnellen Erfolg, aber ein Zeitpunkt, der die eigenen Chancen erfahrungsgemäß eher begünstigt als ausbremst.
Was das für Ihre Jobsuche bedeutet
Wenn eine berufliche Veränderung ohnehin ansteht, muss sie nicht bis Januar warten. Genau in diesem herbstlichen Zeitfenster begleite ich Menschen dabei, ihre Bewerbung und ihr Profil wirklich sichtbar zu machen.
- Warten Sie mit Ihrer Bewerbung nicht auf den Jahreswechsel, wenn die Entscheidung für eine Veränderung längst gefallen ist.
- Nutzen Sie den Herbst gezielt, um Profil und Unterlagen zu aktualisieren, bevor die Konkurrenz im Januar zunimmt.
- Beobachten Sie Stellenausschreibungen in Ihrer Branche bewusst über die kommenden Monate, nicht nur im neuen Jahr.
- Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Netzwerk, gerade jetzt, wo bei vielen Unternehmen ohnehin mehr Bewegung herrscht.
Der Herbst ist kein Zwischenjahr auf dem Weg zum großen Neujahrsvorsatz. Für viele ist genau er der Moment, in dem sich beruflich tatsächlich etwas bewegt.














